Thomas Daily, 05.05.2017


Thomas Daily, 05.05.2017


Hamburg: ABR kauft 134 Wohnungen und will nachverdichten

ABR German Real Estate hat über eine Tochtergesellschaft eine aus 134 Einheiten bestehende Wohnanlage an der Weddestraße in Hamburg-Horn erworben. Man wolle die zum größten Teil aus den Vorkriegsjahren stammende Anlage im Bestand halten und mit weiteren Wohnungen nachverdichten, heißt es in einer Mitteilung. Innerhalb der kommenden zwei Jahre solle dafür die Planung vorangetrieben werden, sagte ABR-Geschäftsführer Klaus Roelcke im Gespräch mit TD. Derzeit könne man noch nicht sagen, wieviele Wohnungen neu entstehen werden. Das gesamte Projekt wolle man innerhalb von drei Jahren abschließen. Das Investment wird mit 30 Mio. Euro beziffert. Die Transaktion wurde auf Käuferseite von der Kanzlei Graf von Westphalen begleitet.


DEAL Magazine, 04.05.2017


DEAL Magazine, 04.05.2017

ABR German Real Estate kauft 134 Wohneinheiten in Hamburg

Die ABR German Real Estate AG hat über eine 100%ige Tochtergesellschaft 134 Wohnungen im Bezirk Hamburg-Mitte erworben. Die Gebäude, die in Hamburg-Horn einen gesamten Wohnblock bilden und zum größten Teil aus den Vorkriegsjahren stammen, sollen im Bestand gehalten werden. Zusätzlich soll auf dem ca. 6.000 m² großen Grundstück eine Verdichtung durch Wohnungsneubau erfolgen. Das Gesamtinvestment beträgt ca. € 30 Millionen.

„Wir sind von der Lage aufgrund des gewachsenen Umfeldes sowie der guten Verkehrsanbindung überzeugt und halten die zentralen östlichen Stadtteile von Hamburg generell für noch unterbewertet. Insgesamt haben wir im Hamburger Osten an sechs Standorten rund 50.000 m² BGF in der Entwicklung“ so der Vorstand der ABR German Real Estate AG, Klaus G. Roelcke.

Mit diesem Kauf setzt die GRE-Gruppe ihren Expansionskurs östlich der Alster weiter fort und folgt dem städtebaulichen Konzept der Freien und Hansestadt-Hamburg „Stromaufwärts an Elbe und Bille“. Die Transaktion wurde auf Seiten der Käuferin von der Rechtsanwaltskanzlei Graf von Westphalen begleitet.


 

IZ aktuell, 04.05.2017


IZ aktuell, 04.05.2017


ABR kauft 134 Wohnungen in Hamburg-Horn

In Hamburg-Horn hat die ABR German Real Estate über eine 100%ige Tochtergesellschaft einen Wohnblock mit 134 Wohnungen erworben. Neben den Wohnungen, die überwiegend aus der Vorkriegszeit stammen, soll auf einem 6.000 qm großen Grundstück weiterer Wohnungsbau entstehen. ABR beziffert das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt im Hamburger Osten auf 30 Mio. Euro. Die Sozietät Graf von Westfalen begleitete die Transaktion für die ABR.


DEAL Magazine, 28.01.2015


DEAL Magazine, 28.01.2015 

ABR German Real Estate verkauft Kraftwerk Bille in Hamburg an MIB

Die ABR German Real Estate AG hat im Rahmen eines Share Deals das ehemalige „Kraftwerk Bille“, Bullerdeich 12 – 14 / Anton – Ree – Weg 50 in Hamburg – Mitte an die MIB AG Immobilien und Beteiligungen aus Berlin veräußert.


Nach erfolgter Baurechtsschaffung durch die ABR German Real Estate AG soll nun auf dem ca. 15.000 m² großen Gelände, wie geplant, ein Forum für Fahrkultur nach dem Konzept der Meilenwerk AG verwirklicht werden. Zugleich werden in den oberen Geschossen auf mindestens 1.000 m² Ateliers für Künstler geschaffen. Mit der Sanierung dieser historischen Bausubstanz wird der Osten Hamburgs nachhaltig gestärkt und die Zukunftspläne des Hamburger Senats „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ unterstützt.

„Mit der MIB AG haben wir eine Käuferin gefunden, die beispielsweise mit der Leipziger Baumwollspinnerei und dem AEG-Areal in Nürnberg nachhaltig bewiesen hat, dass sie exzellent mit denkmalgeschützten Industrieanlagen umgehen kann.“ So der Vorstand der ABR German Real Estate AG - Klaus G. Roelcke.

DEAL Magazin, 15.12.2014


DEAL-Magazin, 15.12.2014

ABR German Real Estate kauft ehemalige Otto-Zentrale in Hamburg

Die ABR German Real Estate AG kauft die ehemalige Otto-Zentrale in Hamburg-Hamm. Das ca. 4.050 m² große Areal in der Hammer Landstraße / Grootsruhe / Beltgens Garten ist mit einem aus 4 Gebäudeteilen bestehenden Bürokomplex aus den 50er Jahren bebaut.

Die insgesamt ca. 7.750 m² BGF werden derzeit als Büro- und Praxisflächen genutzt. Größter Mieter ist die Freie und Hansestadt Hamburg / Jobcenter team.arbeit.Hamburg. Mittelfristig soll der Standort der Wohnnutzung zugeführt werden. Ein dementsprechendes Baurecht ist vorhanden, so der Vorstand der ABR German Real Estate AG Klaus G. Roelcke.

Die Transaktion wurde von dem Maklerbüro Großmann & Berger begleitet.

THOMAS DAILY, 15.12.2014

THOMAS DAILY, 15.12.2014

ABR kauft Ex-Otto-Zentrale und plant Wohnungen

ABR German Real Estate hat die ehemalige Otto-Zentrale in Hamburg-Hamm erworben.

Auf dem 4.050 m² großen Gelände an der Hammer Landstraße/Ecke Grootsruhe befinden sich derzeit vier Bestandsgebäude aus den 1950er Jahren mit 7.750 m² BGF, in denen sich Büros und Praxen angesiedelt haben. Hauptnutzer ist das Jobcenter team.arbeit der Stadt Hamburg.

Die Transaktion wurde von Grossmann & Berger begleitet. Mittelfristig wolle man das Gelände zu einem Wohnquartier umwandeln, so ABR. Ein entsprechendes Baurecht sei vorhanden.

Immobilienmanager.de, 06.02.2014


Immobilienmanager.de, 06.02.2014

 
Ditting und ABR gründen Projektgesellschaft
 
Für das rund 1,4 Hektar große Areal im Hamburger Stadtteil Eppendorf läuft derzeit ein städtebaulicher Ideenwettbewerb.

Der städtebauliche Ideenwettbewerb erstreckt sich auch auf das Nachbargrundstück. Hier lobt die Stadt derzeit einen Ideenwettbewerb zur Erweiterung der dortigen Schule aus. Derzeit ist das Hamburger Bezirksamt Nord Ankermieter auf dem Areal, das mehrere Bestandsgebäude umfasst. Die neue Projektgesellschaft soll das Gebäude des Bezirksamtes Nord modernisieren und so auf den neuesten Stand bringen. Zugleich ist auch die Errichtung zusätzlichen Wohnraums angedacht. Über die genaue Geschäftsverteilung der Anteile in der Projektgesellschaft machten die Beteiligten keine Angaben. Ditting ist jedoch Mehrheitseigner des Grundstücks. Vorher war die ABR German Real Estate alleiniger Eigentümer.




Haufe.de, 05.02.2014


Haufe.de, 05.02.2014

Ditting erwirbt Mehrheit am Bezirksamtsgelände in Eppendorf


Das Immobilienunternehmen Ditting ist Haupteigentümer des Bezirksamtsgeländes in Hamburg Eppendorf. Die größten Bestandsgebäude, das Kundencenter und das Bezirksamt Nord, sind an die Stadt vermietet. Alleiniger Vorbesitzer war die ABR German Real Estate. Ditting und ABR wollen als Projektgesellschaft unter anderem zusätzlichen Wohnungsbau realisieren.
Für das rund 14.000 Quadratmeter große Areal läuft derzeit ein städtebaulicher Ideenwettbewerb mit 15 nationalen und internationalen Architektur- und Stadtplanungsbüros. Der Wettbewerb erstreckt sich auch über das zirka 10.700 Quadratmeter große Nachbargrundstück. Hier plant die Stadt als gemeinsamer Auslober des Wettbewerbs eine Erweiterung der dort ansässigen Schule.
Ziel der gemeinsamen Projektgesellschaft der Richard Ditting GmbH & Co. KG und der ABR German Real Estate AG ist es, in Zusammenarbeit mit dem Bezirk und der Stadt eine städtebauliche Neuordnung zu entwerfen. Dabei möchte die Projektgesellschaft neben einem ökologisch und ökonomisch verbesserten Bezirksamt zusätzlichen Wohnungsbau realisieren.

Immobilien Zeitung, 03.10.2013

Immobilien Zeitung, 03.10.2013

DRAGONERHÖFE IN BERLIN-KREUZBERG - Vom Siegen und Erliegen

Klaus Ro­el­cke und Arne Olofs­son müs­sen sich ge­sucht und ge­fun­den haben. Ge­wan­det in dun­kel­blau­em Ja­ckett mit Ein­steck­tuch, agiert Ro­el­cke, der Vor­stand der Ham­bur­ger ABR Ger­man Real Es­ta­te, mit han­sea­ti­scher Zu­rück­hal­tung und ge­wähl­ten Wor­ten. Un­ge­zwun­gen, lo­cker, immer einen Spruch auf den Lip­pen, kum­pelt sein Kol­le­ge Olofs­son. Er­klär­tes Ziel des un­glei­chen Paars: die Ber­li­ner Dra­gon­er­hö­fe, ein 47.000 m2 gro­ßes, denk­mal­ge­schütz­tes Areal im Her­zen Kreuz­bergs, zu 600 bis 700 Woh­nun­gen plus Ge­wer­be um­zu­bau­en. Das be­darf einer Menge Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und Über­zeu­gungs­ar­beit.

"Gu­cken Sie mal", weist Olofs­son auf die be­reits re­stau­rier­te In­schrift in einem der frü­he­ren Pfer­de­stäl­le im spä­te­ren To­yo­ta-Au­to­haus hin. ",Tap­fer kämp­fen, glor­reich sie­gen oder eh­ren­voll er­lie­gen.' So ma­chen wir das auch. Wir geben hier unser Bes­tes." Dar­un­ter wird die Ent­wick­lung des Are­als wohl auch nicht ge­lin­gen. Denn die Auf­ga­be ist groß.

Wie ein um­ge­fal­le­nes Bran­den­bur­ger Tor lie­gen die von 1855 bis 1918 ge­bau­ten lang ge­zo­ge­nen Reit­stäl­le des Ers­ten Garde Dra­go­ner Re­gi­ments Kö­ni­gin Vic­to­ria von Groß­bri­tan­ni­en und Ir­land hin­ter der frü­he­ren Ka­ser­ne, in der heute das Fi­nanz­amt Kreuz­berg zu­hau­se ist. Nach Auf­lö­sung der Ka­val­le­rie-Ein­heit nach dem Ers­ten Welt­krieg ging das Ge­län­de im Rü­cken des bur­gähn­li­chen Baus bald 90 Jahre an einen Ge­ne­ral­mie­ter, der zeit­wei­se an die 100 klei­ne Hand­werks­be­trie­be rund um die Au­to­mo­bil­in­dus­trie als Un­ter­mie­ter führ­te.

Heute sind die Dra­gon­er­hö­fe, die zwi­schen 1939 und 1944 als Zwangs­ar­bei­ter­la­ger dien­ten, immer noch an zahl­rei­che Au­to­schrau­ber und Kfz-Werk­stät­ten ver­mie­tet, auch wenn nicht jeder einen an­stän­di­gen Miet­ver­trag un­ter­schrie­ben hat und re­gel­mä­ßig Geld über­weist. Hinzu kom­men Lager, eine stadt­be­kann­te Pols­te­rei, Clubs, Ga­ra­gen sowie Ver­kaufs­räu­me der Bio-Su­per­markt­ket­te LPG. 200.600 Euro Jah­res­net­to­kalt­mie­te spiel­ten die 18 Ge­bäu­de mit 18.600 m2 be­bau­ter Flä­che zum Zeit­punkt des Ver­kaufs ein.

2012 hat die Bun­des­an­stalt für Im­mo­bi­li­en­auf­ga­ben Bima das Ge­län­de zwi­schen der Oben­traut­stra­ße und dem Meh­ring­damm zum Kauf an­ge­bo­ten. Über zwan­zig In­ter­es­sen­ten drän­gel­ten sich bei Ste­phan Re­ge­ler, beim Bun­des­un­ter­neh­men für die Ver­käu­fe in Ber­lin und Bran­den­burg zu­stän­dig, im Büro. Den Zu­schlag er­hielt das un­glei­che Duo ge­mein­sam mit ihrem Vor­stands­kol­le­gen Alex­an­der Wendt. "Den Aus­schlag gab der Preis", sagt Re­ge­ler. In­itia­ti­ven mit guten Ideen und wenig Geld, wie zum Bei­spiel der Ver­ein für so­zia­le und nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung Up­stall Kreuz­berg, kamen nicht zum Zuge.

Ende des Jah­res wird der Preis von 22 Mio. Euro fäl­lig
"Der Ver­kauf zum Höchst­preis ist vor­ge­schrie­ben. Das kön­nen wir gar nicht an­ders ma­chen", so die Be­grün­dung Re­gelers. Doch von Nach­teil sei das nicht. "Deren Kon­zept hat mich wirk­lich über­zeugt." 22 Mio. Euro soll der Kauf­preis dem Ver­neh­men nach be­tra­gen. Ende des Jah­res wird der Ver­trag gül­tig, wird das Geld flie­ßen.

Be­ein­druckt um­run­det Olofs­son eine Reihe ver­rot­te­ter Old­ti­mer, die im Ber­li­ner Schmud­del­wet­ter vor einer der Werk­stät­ten vor sich hind­ö­sen. Er sucht das Ge­spräch mit dem Au­to­me­cha­ni­ker, er­kun­digt sich nach "Hei­lungs­chan­cen" eines einst präch­ti­gen Ge­fährts, fach­sim­pelt über die Le­der­sit­ze und fragt en pas­sant, ob der Mann schon eine neue Werk­statt ge­fun­den habe. Auf­at­men bei bei­den Chefs, als die­ser vom neuen Stand­ort am Stadt­rand er­zählt, wo ja viel mehr Platz sei für all seine Schät­ze.

Olofs­son und Ro­el­cke wol­len sich ver­tra­gen. Mit den Mie­tern, die das Ge­län­de fried­lich ver­las­sen sol­len, mit den An­woh­nern, damit die mög­lichst nicht gegen Lu­xus­woh­nun­gen in ihrem Kiez auf die Bar­ri­ka­den stei­gen, mit den Äm­tern im Be­zirk, die die Ge­neh­mi­gun­gen aus­rei­chen sol­len.

Was ganz genau ge­baut wer­den soll, ist denn auch noch offen. Auf die denk­mal­ge­schütz­ten alten Stäl­le wol­len die Bau­her­ren "ei­ni­ge" Stock­wer­ke auf­sat­teln. Die Neu­bau­ten an­stel­le der alten Buden und fla­chen Werk­stät­ten sol­len sechs Eta­gen be­kom­men. Vier Ent­wür­fe hat ABR vier Ar­chi­tek­ten malen las­sen. Und das ist noch nicht das Ende der Fah­nen­stan­ge. Auch einen städ­te­bau­li­chen Wett­be­werb haben die ver­stän­di­gungs­be­rei­ten Ent­wick­ler im An­ge­bot. Beide träu­men von einer Pri­vat­uni­ver­si­tät mit Mensa und Au­di­max, wobei der eine schwärmt, der an­de­re von Denk­an­sät­zen spricht.

Fest steht, die Dra­gon­er­hö­fe sind als Ge­wer­be­ge­biet aus­ge­wie­sen. Fest steht eben­falls: Es be­darf eines neuen Be­bau­ungs­pla­nes, um die an­ge­peil­ten min­des­tens 600 bis 700 Woh­nun­gen plus Ge­wer­be an­zu­sie­deln. Um ein sol­ches Pa­pier mit Leben zu fül­len, las­sen die Ent­wick­ler und Hans Pan­hoff, Stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung im Be­zirk Fried­richs­hain-Kreuz­berg, Flo­ri­an Schmidt vom Büro Ur­ba­ni­tas für Olofs­son und Ro­el­cke ein "dia­lo­gi­sches Pla­nungs­ver­fah­ren" fum­meln. Kon­kret heißt das: Be­zirks­amt und Ei­gen­tü­mer, den Mie­ter LPG, den die neuen Ei­gen­tü­mer gerne be­hal­ten wol­len, den im Bie­ter­ver­fah­ren un­ter­le­ge­nen Ver­ein Up­stall und die Ge­nos­sen­schaft Möckern­kiez an einen Tisch zu set­zen. Die Ge­nos­sen bauen in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft ein "öko­lo­gisch nach­hal­ti­ges, in­ter­kul­tu­rel­les und so­zi­al in­te­gra­ti­ves ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Quar­tier" mit 385 Woh­nun­gen. Ihnen sol­len Teile der Dra­gon­er­hö­fe zum Kauf an­ge­bo­ten wer­den. Damit schlägt ABR zwei Flie­gen mit einer Klap­pe: Ein­mal kommt so schon mal Geld her­ein. Auf der an­de­ren Seite hält eine Zu­sam­men­ar­beit mit den "Guten" Wut­bür­ger in Schach. Zwei Ar­beits­tref­fen hat Schmidt be­reits ab­sol­vie­ren las­sen.

In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren haben In­ter­es­se ge­zeigt
Bau­stadt­rat Pan­hoff ist vor­sich­tig op­ti­mis­tisch. "So wie es da jetzt aus­sieht, kann es nicht blei­ben", sagt der Grü­nen-Po­li­ti­ker. Ar­bei­ten und Woh­nen zu kom­bi­nie­ren fin­det er gut. Al­ler­dings sei man noch ganz am An­fang: "Über Dich­te und Höhe haben wir noch gar nicht ge­spro­chen". Ende 2015 wol­len die In­ves­to­ren von der Elbe die Bau­ge­neh­mi­gun­gen in ihren Hän­den hal­ten.

Bis dahin wol­len die Bau­her­ren die Dra­gon­er­hö­fe ver­kauft haben. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren hät­ten schon In­ter­es­se ge­zeigt. In ihrem In­te­rims­bü­ro in einem der alten Stäl­le, in dem Tröge und Trän­ken noch zu er­ken­nen sind und erste Pläne auf gro­ßem Pa­pier an die Back­stein­mau­ern ge­pinnt sind, pla­nen die bei­den die Zu­kunft. "Genau so", lacht Olofs­son mit Blick auf die In­schrift gut­ge­launt - mit den Fin­gern auf dem Handy und Erd­nüs­sen im Mund: "Tap­fer kämp­fen, glor­reich sie­gen oder eh­ren­voll er­lie­gen."

Immobilien Zeitung, 03.10.2013 (3)

Immobilien Zeitung, 03.10.2013

DRAGONERHÖFE IN BERLIN-KREUZBERG - Vom Siegen und Erliegen


Zum Artikel

Immobilien Zeitung, 01.10.2013


Immobilien Zeitung, 01.10.2013

Neues Leben für Berliner Dragonerhöfe

Wo einst wohl bis zu 800 Pfer­de stan­den wird in ei­ni­gen Jah­ren ge­wohnt und ge­ar­bei­tet. Das je­den­falls ist der Plan von Klaus Ro­el­cke, Arne Olofs­son und Alex­an­der Wendt, Vor­stän­de der Ham­bur­ger ABR Ger­man Real Es­ta­te. Das Trio will die Ber­li­ner Dra­gon­er­hö­fe, ein 47.000 qm gro­ßes, denk­mal­ge­schütz­tes Areal im Her­zen Ber­lin Kreuz­bergs, zu 600 bis 700 Woh­nun­gen plus Ge­wer­be um­zu­bau­en.

Kein leich­tes Un­ter­fan­gen. Der Wut­bür­ger passt auf. Die Auf­ga­be ist groß. Wie ein um­ge­fal­le­nes Bran­den­bur­ger Tor lie­gen die von 1855 bis 1918 ge­bau­ten lang ge­zo­ge­nen Reit­stäl­le des Ers­ten Garde Dra­go­ner Re­gi­ments Kö­ni­gin Vic­to­ria von Groß­bri­tan­ni­en und Ir­land hin­ter der frü­he­ren Ka­ser­ne, in der heute das Fi­nanz­amt Kreuz­berg zu­hau­se ist. Nach Auf­lö­sung der Ka­val­le­rie-Ein­heit nach dem Ers­ten Welt­krieg ging das Ge­län­de im Rü­cken des bur­gähn­li­chen Baus bald 90 Jahre an einen Ge­ne­ral­mie­ter, der zeit­wei­se an die 100 klei­ne Hand­werks­be­trie­be rund um die Au­to­mo­bil­in­dus­trie als Un­ter­mie­ter führ­te.

Heute sind die teil­wei­se denk­mal­ge­schütz­ten Dra­gon­er­hö­fe, die zwi­schen 1939 und 1944 als Zwangs­ar­bei­ter­la­ger dien­ten, immer noch an zahl­rei­che Au­to­schrau­ber und Kfz-Werk­stät­ten ver­mie­tet, auch wenn nicht jeder einen an­stän­di­gen Miet­ver­trag un­ter­schrie­ben hat und re­gel­mä­ßig Geld über­weist. Hinzu kom­men Lager, eine stadt­be­kann­te Pols­te­rei, Clubs, Ga­ra­gen sowie Ver­kaufs­räu­me der Bio-Su­per­markt­ket­te LPG.

200.600 Euro Jah­res­net­to­kalt­mie­te spiel­ten die 18 Ge­bäu­de mit 18.600 qm be­bau­ter Flä­che 2012 ein, als die Bun­des­an­stalt für Im­mo­bi­li­en­auf­ga­ben Bima das Ge­län­de zwi­schen der Oben­traut­stra­ße und dem Meh­ring­damm zum Kauf anbot. 22 Mio. Euro soll der Kauf­preis dem Ver­neh­men nach be­tra­gen.

Ende des Jah­res wird der Ver­trag gül­tig, wird das Geld flie­ßen. Was ganz genau ge­baut wer­den soll, ist noch offen. Auf die denk­mal­ge­schütz­ten alten Stäl­le wol­len die Bau­her­ren "ei­ni­ge" Stock­wer­ke auf­sat­teln. Die Neu­bau­ten an­stel­le der alten Buden und fla­chen Werk­stät­ten sol­len sechs Eta­gen be­kom­men. Vier Ent­wür­fe hat ABR vier Ar­chi­tek­ten malen las­sen. Und das ist noch nicht das Ende der Fah­nen­stan­ge. Auch einen städ­te­bau­li­chen Wett­be­werb haben die Ent­wick­ler im An­ge­bot.

Aber die ABR-Obe­ren wol­len sich ver­tra­gen. Mit den Mie­tern, die das Ge­län­de fried­lich ver­las­sen sol­len, mit den An­woh­nern, damit die mög­lichst nicht gegen Lu­xus­woh­nun­gen in ihrem Kiez auf die Bar­ri­ka­den stei­gen, mit den Äm­tern im Be­zirk, die die Ge­neh­mi­gun­gen aus­rei­chen sol­len. Fest steht, die Dra­gon­er­hö­fe sind als Ge­wer­be­ge­biet aus­ge­wie­sen.

Fest steht eben­falls: Es be­darf eines neuen Be­bau­ungs­pla­nes, um die an­ge­peil­ten min­des­tens 600 bis 700 Woh­nun­gen plus Ge­wer­be an­zu­sie­deln. Um ein sol­ches Pa­pier mit Leben zu fül­len, las­sen die Ent­wick­ler und Hans Pan­hoff, Stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung im Be­zirk Fried­richs­hain-Kreuz­berg, Flo­ri­an Schmidt vom Büro Ur­ba­ni­tas für Olofs­son und Ro­el­cke ein "dia­lo­gi­sches Pla­nungs­ver­fah­ren" durch­füh­ren. Dabei führt der Ver­mitt­ler Be­zirks­amt und Ei­gen­tü­mer, Mie­ter und An­woh­ner an einen Tisch.

Bau­stadt­rat Pan­hoff ist vor­sich­tig op­ti­mis­tisch. "So wie es da jetzt aus­sieht, kann es nicht blei­ben", sagt der Grü­nen-Po­li­ti­ker. Ar­bei­ten und Woh­nen zu kom­bi­nie­ren fin­det er gut. Al­ler­dings sei man noch ganz am An­fang: "Über Dich­te und Höhe haben wir noch gar nicht ge­spro­chen." Ende 2015 wol­len die In­ves­to­ren von der Elbe die Bau­ge­neh­mi­gun­gen in Hän­den hal­ten. Bis dahin wol­len die Bau­her­ren die Dra­gon­er­hö­fe auch ver­kauft haben. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren hät­ten schon In­ter­es­se ge­zeigt.

Hamburger Abendblatt, 13.09.2013


Hamburger Abendblatt, 13.09.2013


Hammerbrook wird zentrale Anlaufstelle für Oldtimerfans

 
Das Meilenwerk Hamburg kommt. Mit Hilfe des Immobilienentwickler ABR German Real Estate soll ein altes Kraftwerk an der Bille zum Mekka für Oldtimer-Fans umgebaut werden. Architekt ist Hadi Teherani.

Hamburg. Geschwungene Formen, satte Motorengeräusche, kein technischer Schnickschnack – es gibt viele Gründe, warum Oldtimerfans der Faszination Auto erliegen. Jetzt bekommt diese Leidenschaft neue Nahrung. In Hammerbrook soll ein Zentrum für die Liebhaber des klassischen Automobils entstehen. Gemeinsam wollen die Immobilienentwickler Meilenwerk und ABR German Real Estate das alte Kraftwerk Bille zu einem Anlaufpunkt für Oldtimerfans umbauen. Die neue Immobilie soll neben Autowerkstätten und Service-Filialen für Oldtimer auch einen Klassikerhandel mit Showrooms, ein Restaurant mit Biergarten und Eventflächen bieten. Baubeginn ist Ende des Jahres, wenn alles optimal läuft, wird 2015 eröffnet. Der Hamburger Star-Architekt Hadi Teherani hat die Planungen übernommen.

"Die Oldtimer-Szene Hamburgs und des Umlands in Niedersachen und Schleswig-Holstein ist besonders lebendig und engagiert, der Fahrzeugbestand vielfältig und hochwertig. Lange zuvor schon haben wir hier nach einem geeigneten Standort gesucht", sagt Martin Halder, Vorstand der Meilenwerk AG, die Entscheidung, nach Hamburg zu kommen. Ähnliche Projekte gibt es bereits in Zürich und Berlin.

Das Gebäudeensemble zwischen Anton-Ree-Weg und Bullerdeich hat rund 14.000 Quadratmeter Nutzfläche und steht unter Denkmalschutz. Im Jahr 1901 ging hier das Kraftwerk Bille in Betrieb. Auch künftig soll der alte Teil des Gebäudes erhalten bleiben. "Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble wird langfristig erhalten und Hamburg bekommt eine neue Attraktion", sagte Frank May, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH. Es soll sogar möglich sein, mit einem kleinen Boot auf der Bille direkt zum Meilenwerk zu gelangen, und am Kai vor dem Gebäude anzulegen.

Nur dort, wo das alte Gebäude zu marode für den Erhalt ist, wird ein neuer Gebäudeteil angebaut. Alles in Absprache mit dem Denkmalschutzamt. Martin Halder betonte: "Es ist uns wichtig mit einem Klassiker der Architektur genauso behutsam umzugehen, wie mit den Klassikern der Automobilgeschichte, die später in dem Gebäude stehen sollen." Wie genau das ehemalige Kraftwerk am Ende aussehen soll, steht noch nicht fest. Es gebe mehrere Entwürfe zur Auswahl, sagte auch Klaus Roelcke, Vorstand der ABR German Real Estate GmbH. Sicher ist aber, dass Hadi Teherani sowohl den Anbau als auch den Umbau entwerfen wird.


BELLEVUE, September /Oktober 2013

BELLEVUE, September /Oktober 2013

Meilenwerk: Eine neue Form der Gebäudenutzung
 
Forum für Fahrkultur: Mit seiner Meilenwerk AG schafft Martin Halder eine völlig neue Form der Gebäudenutzung. In historischen Mauern will der Immobilien- und Oldtimerexperte Gleichgesinnten eine „kleine Alltagsflucht“ bieten.

Auch wenn ich Sie gleich enttäuschen muss, aber es gab in meiner Kindheit nicht den einen Moment, die Initialzündung dafür, so etwas wie das Projekt Meilenwerk umsetzen zu müssen.“ Schade, denn die Begeisterung, mit der Martin Halder seine Idee, seine Erfindung erklärt, zeugt von der Leidenschaft, die man nur von den „positiv Verrückten“ kennt. Von denen, die schon früh wussten, womit sie die Welt später einmal bereichern werden. Doch bei dem studierten Wirtschaftsingenieur und Immobilienökonom liegen die Dinge etwas anders. Zwar war der gebürtige Oberschwabe schon als Kind Automobilfan, doch das Konzept des Meilenwerks geht auf eine einfache Frage zurück, die er sich kurz vor der Jahrtausendwende im Rahmen seiner akademischen Arbeit an der European Business School stellte: „Bauen wir heute für die Menschen eigentlich die richtigen Gebäude?“ Offensichtlich muss die Antwort „Nein“ gewesen sein, sonst hätte es die Idee wohl nie gegeben.

Was ist also ein Meilenwerk? Getreu des filmischen Mottos der „Feuerzangenbowle“ stellen wir uns mal ganz dumm und sagen: Ein Meilenwerk ist ein großer, alter Raum mit vielen alten Autos. Das ist, zugegeben, etwas einfach formuliert. Halders Idee fasste nach eigener Aussage der Berliner Landeskonservator, Professor Jörg Haspel, einmal treffend so zusammen: „Sie bringen die Klassiker der Architektur mit den Klassikern der Automobilwirtschaft zusammen.“

Man nehme also ein historisches Gebäude und schmücke es mit historischen Fahrzeugen – fertig ist das Meilenwerk? „So einfach ist die Sache nicht“, erklärt Halder und beginnt bei Grundsätzlichem: „Warum sollte der Immobilienbereich nicht auch die heutige Gesellschaft widerspiegeln? In den Metropolregionen gibt es überall Orte mit speziellen Gebäuden und Plätzen, an denen sich Gleichgesinnte zu bestimmten Aktivitäten zusammenfinden. Sei es nun in der Gastronomie, der Kultur oder im Sport. Für die Oldtimerszene, eine seit 20 Jahren nachhaltig wachsende, finanzstarke und gesellschaftlich sehr ­akzeptierte Zielgruppe, gibt es so etwas nicht. Was fehlt, ist eine kleine Alltagsflucht, ein organischer Treffpunkt.“

Und tatsächlich, vor der Entwicklung des Meilenwerks passten Anspruch und Wirklichkeit in diesem Segment nur selten zusammen. Wohl jeder kennt eine typische und wenig repräsen­tative Hinterhofwerkstatt, in der aber echte Könner sündhaft teure Automobile reparieren. „Wir heben diese Lücke auf“, sagt Halder, „bieten den Werkstätten das passende Umfeld und den Besitzern den entsprechenden Rahmen. Das gelebte Hobby an einem schönen Ort mit allen nötigen Dienstleistungen. Und wir binden noch hochwertiges Handwerk und den passenden Lebensstil mit ein: einen Schuster oder einen Geigenbauer und andere Produktwelten wie Wein oder Zigarren.“ Nicht zu vergessen die gläsernen Einstellboxen mit den geparkten Schmuckstücken – das Grundelement für den Charme der Location.
  
Darüber hinaus sollen die Meilenwerke vom Vitrinenmodell über Versicherung bis zum Händler und Gutachter die gesamte Angebotspalette rund um das Auto bieten. Je nach Standort komplettieren Eventflächen, Design-Hotels (Zürichsee) und sogar Loftwohnungen und historische Boote (Berlin) die Projekte.

Bevor der Vorstandsvorsitzende der Meilenwerk AG jedoch zu sehr ins Schwärmen gerät, wird er sachlich: „Die Leidenschaft für Oldtimer reicht für die Umsetzung eines solchen Konzeptes natürlich nicht aus. Das Meilenwerk nimmt sich nicht aus dem Markt. Es muss auch im Alltag funktionieren, so wie jede andere Investition auch. Klar stürzen sich momentan viele Menschen aus Mangel an Anlagealternativen in die Bereiche Immobilie und Oldtimer. Doch auch wenn die anderen Kapitalmärkte wieder anspringen, werde ich gut schlafen können.“

Zur Erklärung: Halders Aktiengesellschaft tritt als Entwickler auf und gibt die einzelnen Projekte dann als so genannten Clubdeal für eine kleinere Gruppe von Investoren an den Markt. „Wir machen die Immobilie zur Marke“, sagt Halder, „und fungieren als Türöffner für die Branche.“ Dabei geht es im weitesten Sinne um die vier Geschäftsfelder Entwicklung, Management, Marke und Lizenzen sowie Dienstleistungen. Allerdings, so bemerkt der Initiator selbst, gehe es von der Entwicklung immer mehr hin zu den anderen Geschäftszweigen.

So weit zum Konzept. Nur wie kommt das Mobile letztlich zur Immobilie? Oder besser gefragt, wie kommt Martin Halder zu seinen Standorten und den passenden Gebäuden? Dass die Idee nur in prosperierenden Ballungsräumen mit ausreichend Einzugsbereich funktioniert, liegt auf der Hand. Das zeigt nicht zuletzt das seit geraumer Zeit erfolgreich laufende Meilenwerk auf dem Flugfeld in Böblingen. „Wir benötigen ein historisches Gebäude mit einem hohen Maß an Authentizität und Sinn für das Detail. So wie auch bei den Oldtimern. Im Anschluss folgen eine Markt- und Standortanalyse und die Sichtung der infrage kommenden Objekte. Im Fall von Hamburg haben wir rund 25 Immobilien grob und vielleicht fünf oder sechs detailliert angesehen. Dann war klar, dass bei dem ehemaligen Kraftwerk Bille in Hammerbrook alles zusammenpasst.“ 
 
In der Folge berichtet Halder von Streckeneffizienzen sowie von der Stau- und Parkplatzsituation, doch vor allem die Emotionalität und das Image spielen bei der Standortwahl eine große Rolle. Beispielsweise sei Hammerbrook ein sehr gut erreichbarer Stadtteil auf der „richtigen“ Elbseite. Das habe ihm die regionale Szene deutlich gemacht. Oldtimerfans aus den nobleren Vierteln über den Fluss zu bekommen wäre nur schwer möglich gewesen. Ähnliche Erwägungen gab es auch beim Projekt am Zürichsee. Der Standort am südlichen Ufer des Sees sei optimal. Je weiter man in Richtung Norden komme, desto geringer werde die Akzeptanz bei der Klientel vor Ort.

In Hamburg wird Star-Architekt Hadi Teherani das denkmalgeschützte Kraftwerk Bille bis 2015 zum Meilenwerk umbauen, in Berlin erfährt die ehemalige Munitionsfabrik auf der Havelinsel Eiswerder im gleichen Zeitraum eine neue Nutzung, und in der Schweiz werden die Automobilfans sich in zwei Jahren in einer ehemaligen Webmaschinenfabrik treffen. „Wir nutzen Gebäude, mit denen sonst niemand etwas anfangen kann. Somit ist der Einstiegspreis gering, was angesichts der geringen Mieten, die wir nehmen, essenziell ist. Die Investitionssummen belaufen sich je nach Projekt auf rund 20 bis 40 Millionen Euro, und die Umbau­kosten liegen bei etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter,“ erklärt Halder. „Das Gute ist, dass niemand von uns Hochglanz erwartet, sondern die rohe Bausubstanz als Kontrast zu den Autos.“

Die nahezu explosionsartige Entwicklung der Oldtimerbranche hat Martin Halder sicher in die Karten gespielt. Die Gründe für den Boom sind schnell genannt: Allein die Nachfrage aus dem Ausland ist enorm, weil es in Ländern wie Russland oder China so gut wie keine eigenen historischen Fahrzeuge gibt. Hinzu kommt, dass man heutzutage kein Mechaniker mehr sein muss, um die Oldies reparieren zu können. Die Dienstleistung rund um diese Autos ist ein echter Industriezweig geworden. Zudem werden historische Autos vermehrt als Statussymbol genutzt und können – bei der richtigen Wahl – auch als Wertanlage dienen.

Bei so einem Potential stellt sich dann die Frage, welche Standorte sich für weitere Meilenwerke anbieten: das Ausland oder gar Sylt? „Wir sind in Deutschland gut besetzt, lediglich München ist noch sehr interessant. Außerdem werden unsere Objekte nicht zuletzt aufgrund der Magnetwirkung immer größer.“ Im Ausland sieht Halder die Metropolregionen von Paris, London oder Amsterdam als mögliche Expansionsstandorte. „Was Lagen wie Sylt angeht, so könnte das nur über eine ,abgespeckte‘ Version funktionieren, als ein so genanntes Paddock“, resümiert Halder. Dabei würde es allerdings nur um Lagerung, Instandhaltung und Gastronomie gehen. „Der Nachteil ist, dass es sich dabei nur um einen saisonalen und daher wenig rentablen Markt handelt.“ Nicht genug für eine neue Meilenwerk-Idee? Fortsetzung folgt …    

Bild Berlin, 08.07.2013


Bild Berlin, 08.07.2013

Berlins verstecktes Preußen–Erbe wird wieder zum Leben erweckt

Kreuzberg- Diesen Immobilien-Deal musste sogar der Bundestag absegnen: Für 22,1 Mio. Euro verkauft der Bund ein historisches Areal am Mehringdamm an Hamburger Investoren.

Berlins verstecktes Preußen-Erbe wird wieder zum Leben erweckt!
Es liegt hinter dem Kreuzberger Finanzamt (1850 als Kaserne erbaut) im Dornröschenschlaf.

Die gelben Backsteinbauten waren die Ställe berittener Elite-Soldaten des preußischen Heeres. 1918 wurde das 1. Garde Dragoner Regiment aufgelöst, vieles auf dem Gelände um- und angebaut.

Als jetzt der Kaufvertrag unterschrieben wurde, gab es 31 Gewerbe-Mieter: Clubs, eine Polsterei, viele Kfz-Werkstätten und den LPG-Biomarkt, der auf jeden Fall bleiben kann.

„ Ich will hier natürlich nicht weg“ sagt Sefik G. (62) der seit 25 Jahren einen Lackier-Betrieb hinter dem Finanzamt hat. Sein Sohn Sahin (23) ist hier groß geworden, hat am Ladentisch seine Hausaufgaben gemacht.

„ Wir wollen ein Mischgebiet, Wohnen und Gewerbe“, sagt Kreuzbergs Bürgermeister Franz Schulz (64, Grüne). Ob die kleinen Betriebe da schon aus Umweltschutzgründen bleiben können, ist fraglich.

Investor Klaus Roelcke, Vorstand der German Real Estate AG: „ Wir planen eine gute Mischung nach Kreuzberger Art. Die alten Dragoner-Ställe wollen wir weitgehend als emotionalen Mittelpunkt erhalten.“

Vier Architekten-Büros haben letzte Woche erste Entwürfe vorgelegt. Überzeugt haben sie Kreuzbergs Bürgermeister nicht. Schulz: „ Es gibt eine heftige Diskussion über eine zu hohe Baudichte. Es ist inakzeptabel, auf Ställe Geschosse draufzusetzen. Bei uns in Kreuzberg heißt Denkmalschutz Gebäudeschutz.“ Hört sich an als würde er sonst die Dragoner losschicken…


Berliner Morgenpost, 09.07.2013


Berliner Morgenpost, 09.07.2013

Auf Kasernen-Areal in Berlin-Kreuzberg entstehen Wohnungen

Ein Hamburger Unternehmen hat das Gelände der einstigen Garde-Dragoner-Kaserne am Mehringdamm gekauft und möchte dort Wohnungen bauen. Der LPG-Biomarkt und der Klub "Gretchen" sollen bleiben.

In Berlin-Kreuzberg wird die Zukunft für ein 47.000 Quadratmeter großes Grundstück entwickelt. Das Gelände der einstigen Garde-Dragoner-Kasernen, mit alten Ställen, Reithallen und Werkstätten, liegt zwischen dem Finanzamt am Mehringdamm und dem Rathaus Kreuzberg an der Yorckstraße.

Die ABR German Real Estate AG hatte es für 31 Millionen Euro gekauft. Man wolle gemeinsam mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg eine Quartiersentwicklung betreiben, teilte das Hamburger Unternehmen mit. Wohnungen und Gewerberäume sollen entstehen. Bürgervereine und Wohnungsbaugenossenschaften werden in die Umsetzung des Vorhabens einbezogen. Die meisten Gebäude müssen instand gesetzt werden.

Denkmalschutz muss beachtet werden
"Der Denkmalschutz ist zu beachten, und wir wollen bezahlbares Wohnen auf dem Gelände", sagte Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) am Montag. "Wir möchten bestimmte Gewerbenutzer wie den LPG-Biomarkt halten, aber auch den Klub 'Gretchen'." Es gebe viele Zielsetzungen für das große Gelände. "Es ist ein spannender Entwicklungsprozess", so Schulz. "Wir beharken uns nicht." Über die Zahl der Wohnungen könne man noch nichts sagen, sagte der Bürgermeister, weil nicht klar sei, in welchem Umfang der Denkmalschutz gelte. "Wir haben viele Gespräche geführt." Ein Workshop sei veranstaltet worden, es sei ein Treffen auf dem Gelände vereinbart worden, um über behutsame Aufstockung auf den alten Gebäuden zu reden. Ein Vorschlag der Architekten, der eine viergeschossige Überbauung vorsah, sei nicht geeignet, so Schulz. "Wir gehen davon aus, dass ein Kompromiss gefunden werden kann."

Im Herbst 2013 soll es eine öffentliche Diskussion geben. "Dann können wir noch kein fertiges Konzept vorstellen", so Bürgermeister Schulz. "Aber für die Anwohner ist es vielleicht interessanter, so etwas wie 'work in progress' zu erleben." Außerdem bereite das Bezirksamt einen Beschluss vor, dass ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll.

Bürgerinitiative ist einbezogen
An den Gesprächen mit dem Investor sind auch die Geschäftsführer des LPG-Biomarktes, Ludwig Rieswick und Werner Schauerte, beteiligt. Das Hamburger Unternehmer habe zugesagt, dass der Markt auf dem Gelände bleiben könne, sagte Rieswick. "Wir wollen investieren und den Standort ausbauen." Es habe sich eine Arbeitsgruppe mit dem Investor gebildet, um das Grundstück insgesamt zu erschließen. Dazu gehöre auch die Genossenschaft Möckernkiez. "Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen", sagte Rieswick. Auch die Bürgerinitiative Upstall Kreuzberg e.V. ist einbezogen. In ihr haben sich Architekten und Stadtplaner zusammengeschlossen, die sich für eine soziale, generationsübergreifende und nachhaltige Entwicklung auf dem Grundstück einsetzen (www.upstall.de ). "Wir haben aber keine fertigen Pläne in der Tasche", so Bertram Dudschus von der Initiative. "Wir wollen erreichen, dass die Öffentlichkeit einbezogen wird. Jeder, der sich dafür interessiert, kann sich an uns wenden."

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hatte das Grundstück am Mehringdamm Ende 2011 ausgeschrieben. Auch die LPG-Biomarkt GmbH und die Genossenschaft Möckernkiez reichten ein Angebot ein. Der Kaufvertrag wurde mit der Hamburger ABR German Real Estate AG geschlossen.

Die meisten Gebäude auf dem Grundstück wurden Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, andere stammen aus den 20er- und 30er-Jahren.
Das Grundstück ist bislang weitgehend als Gewerbegebiet festgeschrieben.


Hamburger Abendblatt, 08.06.2013


Hamburger Abendblatt, 08.06.2013

Nord organisiert städtebaulichen Wettbewerb für Eppendorf 17

Eppendorf. Das Bezirksamt Nord und die Kulturbehörde haben sich darauf geeinigt, dass der Bezirk Nord einen städtebaulichen Wettbewerb für den Bebauungsplanentwurf Eppendorf 17 organisiert. Dabei geht es vor allem um den Bereich des Bezirksamtes an der Kümmellstraße und der Grundschule St. Nikolai an der Robert-Koch-Straße. Der Eigentümer des 15.000 Quadratmeter großen Areals, auf dem das Bezirksamt steht, würde den größtenteils denkmalgeschützten Komplex gern abreißen und neu bauen.

Denkbar ist auch, dass auf dem sanierungsbedürftigen Schulgelände neue Gebäude entstehen. Seit 2010 gibt es über die Neubaupläne des Investors Gespräche mit dem Denkmalschutzamt. Nun haben sich Bezirksamt und Kulturbehörde geeinigt, dass bei einer Lösung "unter Berücksichtigung der perspektivischen Schulbedarfssituation, der Bedarfsentwicklung des Bezirksamtes, der Wirtschaftlichkeit sowie der dringenden Wohnungsneubaubedarfe" der Denkmalschutz aufgegeben werden könnte.


Die Welt, 28.01.2013


Die Welt, 28.01.2013

Bezirksamt Nord soll abgerissen werden

In einem Neubau auf dem bisherigen Gelände in Eppendorf könnten auch Wohnungen entstehen. Denkmalschützer aber stellen sich quer

Von Elisabeth Jessen

Harald Rösler arbeitet seit 1966 in den Räumen des Bezirksamts Nord mitten in Eppendorf. Der Bezirksamtsleiter kennt sämtliche Ecken und Winkel des Gebäudekomplexes. Richtig zeitgemäß sei das Bezirksamt aber schon lange nicht mehr, sagt Rösler, und deshalb schreckt ihn die Vorstellung, dass sich hier bald etwas ändern könnte, keineswegs. Auch einen kompletten Abriss würde er mittragen: "Wir im Bezirksamt stehen den Plänen für einen Neubau bestimmt nicht im Weg."
Rösler und sein Amt sind nur Mieter, seit die Stadt die Immobilie, zu der auch das Kundenzentrum gehört, vor ein paar Jahren im Höchstgebotsverfahren veräußert hat. Der jetzige Eigentümer, die ABR German Real Estate AG, möchte das Bezirksamt gern abreißen und auf dem 15.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Robert-Koch-Straße, Kümmellstraße und Lenhartzstraße ein neues Bezirksamt und Wohnungen bauen. Der Mietvertrag läuft bis 2026 mit der Option auf zwei Verlängerungen von je fünf Jahren. Die Miete beläuft sich pro Monat auf etwa 130.000 Euro.
Was dort genau entstehen kann, ist allerdings noch völlig offen, denn das Bezirksamt, das in mehreren Bauabschnitten zwischen 1954 und 1958 errichtet wurde, nur ein Trakt stammt von 1982, ist bis auf einen kleinen Bereich ein sogenanntes erkanntes Denkmal. Die Denkmalschutzbehörde hatte im Jahr 2006 den Bau des Architekten Paul Seitz (1911-1989), der auch den Campus der Uni Hamburg und den Philosophenturm geplant sowie die Leitung der Bauten für die Internationale Gartenbauausstellung 1963 innehatte, unter Schutz gestellt.
Wie das Denkmalschutzamt sich entscheiden wird, ist noch offen. "Ein Abriss ist nur mit Zustimmung des Denkmalschutzamts möglich, wenn andere öffentliche Interessen überwiegen oder ein Erhalt wirtschaftlich nicht zuzumuten ist", sagt dazu Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde. Seit 2010 gab es diesbezüglich Gespräche, bislang ohne Einigung.
Die Vorarbeiten laufen jedoch. Bereits im Februar 2012 hatten alle Parteien im Bezirk Nord mit Ausnahme der Linken einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplanentwurf erlassen, um den neuen Bebauungsplan "Eppendorf 17" für das Gebiet erarbeiten zu lassen. "Wir bereiten derzeit einen städtebaulichen Wettbewerb vor", sagte Rösler im Gespräch mit dem Abendblatt, "im Februar werden wir den Stadtentwicklungsausschuss ins Bild setzen".
Rösler verhehlt nicht, dass er einem Abriss und kompletten Neubau viel abgewinnen könnte: "Am Gebäude sind immer wieder Eingriffe vorgenommen worden, um das Haus bespielbar zu halten." Trotzdem entspreche es nicht mehr heutigen Anforderungen beispielsweise an Energie- und Flächeneffizienz. "Diese Veränderungen beeinträchtigen den Denkmalwert nicht, bei einer Umnutzung bestehen insbesondere hier Spielräume für zeitgemäße Umgestaltungen", sagt Isermann.
Abhängig von der Entscheidung des Denkmalschutzamts werden die Anforderungen an den städtebaulichen Wettbewerb formuliert, zu dem nach Angaben von Klaus Roelcke, Vorstand des Projektentwicklers ABR German Real Estate AG, 12 nationale und internationale Büros eingeladen werden sollen.
"Wir stehen dazu, dass wir einen Anteil von 30 Prozent geförderten Wohnungsbau anbieten können", sagt Klaus Roelcke. Die Gesamtzahl der Wohnungen könne man aber erst planen, wenn klar sei, wie viel vom bestehenden Bezirksamt erhalten bleiben müsse.
"Wir freuen uns auf jeden Fall, dass es endlich losgeht, und hoffen, dass der städtebauliche Wettbewerb uns Alternativen aufzeigt", sagt Projektentwickler Roelcke.
Sein Unternehmen hat auch auf das Gelände der ebenfalls denkmalgeschützten Grundschule St. Nikolai an der Robert-Koch-Straße ein Auge geworfen.
"Nach aktuellem Stand bleibt die Schule am bisherigen Standort", sagt Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, die Schule werde in der Region dringend benötigt. "Da die Gebäude unter Denkmalschutz stehen, werden wir, ungeachtet der hohen Sanierungskosten, den Standort als Schule erhalten müssen."
Nach Angaben von Rösler prüft Schulbau Hamburg, ob die Schule, deren etwa 10.000 Quadratmeter großes Grundstück noch in städtischem Besitz ist, modernisiert und vergrößert oder neu gebaut wird. Eine Entscheidung soll bis Ende des Monats fallen.
Könnte ABR auch das Schulareal kaufen, dann seien auf beiden Grundstücken insgesamt bis zu 500 Wohnungen möglich, sagt Roelcke. "Wir wollen nicht nur Eigentumswohnungen bauen, es soll eine Durchmischung geben."
"Es wäre eine Win-win-Situation", sagt Bezirksamtsleiter Harald Rösler, der davon ausgeht, dass das Bebauungsplanverfahren etwa zwei bis zweieinhalb Jahre dauern wird. Auf jeden Fall sei es realistisch, sagt der 62-Jährige, dass er in einem neuen Büro in einem völlig anderen Bezirksamt in Rente geht.


Hamburger Abendblatt, 28.01.2013


Hamburger Abendblatt, 28.01.2013

Das Bezirksamt Nord steht vor dem Abriss


Denkmalschützer kämpfen für den Bestand des Gebäudes. Investoren möchten ein neues Amtsgebäude und Wohnungen errichten.

Harald Rösler arbeitet seit 1966 in den Räumen des Bezirksamts Nord mitten in Eppendorf. Der Bezirksamtsleiter kennt sämtliche Ecken und Winkel des Gebäudekomplexes an der Kümmellstraße. Wirklich zeitgemäß sei das Bezirksamt aber schon lange nicht mehr, sagt Rösler und deshalb schreckt ihn die Vorstellung, dass sich hier bald etwas ändern könnte, keineswegs. Auch einen kompletten Abriss würde er mittragen: "Wir im Bezirksamt stehen den Plänen für einen Neubau bestimmt nicht im Weg", sagt er mit Nachdruck.
Rösler und sein Amt sind nur Mieter, seit die Stadt die Immobilie, zu der auch das Kundenzentrum gehört, vor ein paar Jahren im Höchstgebotsverfahren veräußert hat. Der jetzige Eigentümer, die ABR German Real Estate AG, möchte das Bezirksamt gern abreißen und auf dem 15.000 Quadratmeter großen Gelände zwischen Robert-Koch-Straße, Kümmellstraße und Lenhartzstraße ein neues Bezirksamt und Wohnungen bauen. Der Mietvertrag des Amtes läuft noch bis 2026 mit der Option auf zwei Verlängerungen von je fünf Jahren. Die Miete beläuft sich pro Monat auf etwa 130.000 Euro.
Was dort genau entstehen kann, ist allerdings noch völlig offen, denn das Bezirksamt, das in mehreren Bauabschnitten zwischen 1954 und 1958 errichtet wurde - nur ein Trakt stammt von 1982 -, ist bis auf einen kleinen Bereich ein sogenanntes erkanntes Denkmal. Die Denkmalschutzbehörde hatte 2006 den Bau des Architekten Paul Seitz (1911-1989), der auch den Campus der Uni Hamburg und den Philosophenturm geplant sowie die Leitung der Bauten für die Internationale Gartenbauausstellung 1963 inne hatte, unter Schutz gestellt.
Wie das Denkmalschutzamt sich entscheiden wird, ist noch offen. "Ein Abriss ist nur mit Zustimmung des Denkmalschutzamtes möglich, wenn andere öffentliche Interessen überwiegen oder ein Erhalt wirtschaftlich nicht zuzumuten ist", sagt Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde. Bereits seit 2010 gab es diesbezüglich Gespräche, bislang ohne Einigung.
Die Vorarbeiten laufen jedoch. Bereits im Februar 2012 hatten alle Parteien im Bezirk Nord mit Ausnahme der Linken einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplanentwurf erlassen, um den neuen Bebauungsplan "Eppendorf 17" für das Gebiet mitten im Stadtteil erarbeiten zu lassen. "Wir bereiten derzeit einen städtebaulichen Wettbewerb vor", sagte Rösler im Gespräch mit dem Abendblatt, "im Februar werden wir den Stadtentwicklungsausschuss ins Bild setzen."
Rösler verhehlt nicht, dass er einem kompletten Neubau viel abgewinnen könnte: "Am Gebäude sind immer wieder Eingriffe vorgenommen worden, um das Haus bespielbar zu halten." Trotzdem entspreche es nicht mehr heutigen Anforderungen beispielsweise an Energie- und Flächeneffizienz. "Diese Veränderungen beeinträchtigen den Denkmalwert nicht", sagt Isermann, "bei einer Umnutzung bestehen insbesondere hier Spielräume für zeitgemäße Umgestaltungen."
Abhängig von der Entscheidung des Denkmalschutzamts werden die Anforderungen an den städtebaulichen Wettbewerb formuliert, zu dem nach Angaben von Klaus Roelcke, Vorstand des Projektentwicklers ABR German Real Estate AG, zwölf nationale und internationale Büros eingeladen werden sollen. Er sei gespannt auf deren Ideen und Entwürfe.
"Wir stehen dazu, dass wir einen Anteil von 30 Prozent geförderten Wohnungsbau anbieten können", sagt Roelcke. Die Gesamtzahl der Wohnungen könne man aber erst planen, wenn klar sei, wie viel vom bestehenden Bezirksamt erhalten bleiben müsse.
"Wir freuen uns auf jeden Fall, dass es jetzt endlich losgeht, und hoffen, dass der städtebauliche Wettbewerb uns Alternativen aufzeigt", so der Projektentwickler.
Sein Unternehmen hat auch auf das Gelände der ebenfalls denkmalgeschützten Grundschule St. Nikolai in der Robert-Koch-Straße ein Auge geworfen.
"Nach aktuellem Stand bleibt die Schule an ihrem bisherigen Standort", sagt Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, die Schule werde in der Region dringend benötigt. "Da die Gebäude unter Denkmalschutz stehen, werden wir, ungeachtet der hohen Sanierungskosten, den Standort als Schule erhalten müssen."
Nach Angaben von Harald Rösler prüft Schulbau Hamburg, ob die Schule, deren etwa 10.000 Quadratmeter großes Grundstück noch in städtischem Besitz ist, möglicherweise modernisiert und vergrößert oder neu gebaut wird. Eine Entscheidung soll bis Ende des Monats fallen.
Könnte ABR auch das Schulareal kaufen, dann seien auf beiden Grundstücken insgesamt bis zu 500 Wohnungen möglich, sagt Roelcke. "Wir wollen nicht nur Eigentumswohnungen bauen, es soll eine Durchmischung geben."
"Es wäre eine Win-win-Situation", sagt der Bezirksamtsleiter, der davon ausgeht, dass das Bebauungsplanverfahren etwa zwei bis zweieinhalb Jahre dauern wird. Auf jeden Fall sei es realistisch, sagt der 62-Jährige, dass er in einem neuen Büro in einem völlig anderen Bezirksamt in Rente geht.

 

Hamburger Abendblatt, 12.11.2012


Hamburger Abendblatt, 12.11.2012

Vattenfall verkauft Gelände Kraftwerk Bille wird zum Automuseum mit Hotel

Hammerbrook. Das Kraftwerk Bille der Vattenfall Europe Wärme AG am Bullerdeich ist verkauft. Die ABR German Real Estate AG hat das denkmalgeschützte Gebäudeensemble mit rund 14 000 Quadratmeter Nutzfläche erworben. Die Meilenwerk AG will hier bis 2016 ein Hamburger Forum für Fahrkultur und ein Hotel mit bis zu 100 Betten schaffen. Am Bullerdeich sollen Oldtimer präsentiert sowie Werkstätten und Dienstleister angesiedelt werden, die alles rund um das Hobby Automobile anbieten.


Immobilien Zeitung, 21.12.2011


Immobilien Zeitung, 21.12.2011

ABR kauft Kontorhaus Friedrichshof in Hamburger Altstadt


Im Zuge eines Share-Deals hat die ABR German Real Estate das Kontorhaus Friedrichshof in der Hamburger Altstadt gekauft. Der 1903 in der Ferdinandstraße 29-33 sowie Raboisen 32 errichtete Kontorhauskomplex misst 6.500 qm und ist aktuell voll vermietet. Den Verkäufer des Objektes nahe der Binnenalster vertrat Yorktown Partner LLP, London, die wiederum von CBRE sowie rechtlich durch das Frankfurter Büro der Kanzlei Graf von Westfalen beraten wurden. Steuerlich und rechtlich wurde ABR von der Sozietät Esche Schümann Commichau betreut.


Hamburger Abendblatt, 15.09.2011


Hamburger Abendblatt, 15.09.2011

Oldtimer-Erlebniswelt zieht ins Kraftwerk Bille

Der Wettbewerb "Schaffensraum Kraftwerk Bille" ist entschieden. Die Jury hat nach Abendblatt-Informationen einem Konsortium aus der Meilenwerk AG und der ABR German Real Estate AG den Zuschlag erteilt. Aus dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble mit rund 14.000 Quadratmeter Nutzfläche am Bullerdeich, das der Vattenfall Europe Wärme AG gehört, soll nun eine Oldtimer-Erlebniswelt unter Einbeziehung der dort angesiedelten Künstler werden. Es sollen etwa 150 neue Arbeitsplätze entstehen.

Außerdem planen die Investoren auf dem Gelände ein Hotel mit bis zu 100 Betten: "Wir sind begeistert, dass wir nun auch in Hamburg ein Meilenwerk realisieren können. Der Standort ist ideal, wir wollen 2012 mit dem Umbau beginnen", sagte Vorstand Martin Halder. Auch Frank May, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Wärme AG und Jurymitglied, ist begeistert: "Das Meilenwerk hat sich gegenüber sieben weiteren Wettbewerbern durchgesetzt. Wir sind überzeugt davon, dass dieses Konzept den Hamburger Südosten enorm aufwerten und das ehemalige Kraftwerk zu einem Treffpunkt von Automobilfreunden aus ganz Norddeutschland machen wird." Zustimmung kommt auch von Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos): "Was vor einem Jahr noch undenkbar schien, ist jetzt auf einem guten Weg. Mit der Auswahl des Meilenwerks haben die Jury und Vattenfall einen wirtschaftlich potenten Investor gefunden, der einerseits die Sanierung des denkmalgeschützten Ensembles sicherstellt." Andererseits ermögliche diese Lösung, dass die dort zurzeit arbeitenden Künstler auch langfristig zu günstigen Konditionen bleiben können, so die Senatorin weiter.

Bevor Vattenfall den Wettbewerb ins Leben gerufen hatte, wollte das Energieunternehmen zunächst einen Teil des Gebäudekomplexes abreißen, um den Boden zu sanieren. Dort war eine Großwäscherei angesiedelt, die Boden und Grundwasser mit Bleichmitteln verunreinigt hatte. Doch nachdem es gegen die Abrisspläne Proteste gab, entschloss sich Vattenfall zu dem Wettbewerb "Schaffensraum Kraftwerk Bille", der belastete Boden soll nun mit Erhalt des Gebäudes durch ein biologisches Verfahren saniert werden.

Die Meilenwerk AG hat bereits in Berlin, Stuttgart und Düsseldorf ihr Konzept umgesetzt. Ein weiterer Standort soll 2012 in der Schweiz am Zürichsee eröffnet werden.

Was erwartet die Besucher? "Jeder ist im Meilenwerk willkommen, der Eintritt ist frei. Hier können Oldtimer- und Liebhaberfahrzeuge in gläsernen Boxen von ihren Eigentümern untergestellt und präsentiert werden. Es darf ver- und angekauft werden, und natürlich stellen hier Händler auch ihre Liebhaberstücke aus", sagt Initiator Martin Halder. Darüber hinaus würden Werkstätten und Dienstleister angesiedelt, die alles rund um das Hobby Automobile anbieten. Die Hallen sollen auch als Eventfläche genutzt werden, außerdem soll es einen Gastronomiebereich für "Benzingespräche" geben, sagt Meilenwerk-Vorstand Halder. Die Kosten für die neue Nutzung werden auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt. Die German Real Estate AG mit Sitz in Hamburg ist für die Finanzierung und Strukturierung des Projekts verantwortlich: "Das Konzept hat sich bereits in anderen deutschen Großstädten bewährt. Deshalb ist es für Hamburg ein Glücksfall, dass wir mit dem Meilenwerk nun einem ehemaligen Kraftwerk eine neue nachhaltige Nutzung geben können", sagt Vorstand Klaus G. Roelcke. Die nächsten Monate sollten nun genutzt werden, um die finalen Planungen in enger Abstimmung mit Vattenfall und der Stadt umzusetzen, sagte Roelcke. Das Gebäudeensemble soll zunächst von Vattenfall gepachtet und später dann an den Investor verkauft werden.

Auch die Künstlerinitiative Bullerdeich - etwa 20 Kreative wirken auf dem Gelände - ist erleichtert über die Entscheidung für das Meilenwerk: "Wir setzen auf eine gute Zusammenarbeit und sind natürlich zufrieden, dass unsere Zukunft an diesem Standort gesichert ist", sagte Tanja Hehmann von der Initiative.

Die Mitglieder der Jury hatten zunächst aus den acht eingereichten Konzepten ihre drei Favoriten ausgewählt. Auf einer Sitzung am Dienstag fiel dann die Entscheidung. Zu den Mitgliedern zählte auch Oberbaudirektor Professor Jörn Walter. Er sagte: "Wir haben eine neue langfristige Nutzung gefunden, die nun auch dieses Denkmal für die Öffentlichkeit zugänglich macht." Mittes Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (SPD), ebenfalls Juror, sagte: "Es wird so ein neuer Anziehungspunkt für Hammerbrook geschaffen."

 

Immobilien Zeitung, 27.07.2010


Immobilien Zeitung, 27.07.2010

ABR German Real Estate verkauft Bürogebäude und Wohnbaugrundstück in Hamburg-Eppendorf

Die ABR Eppendorfer Landstraße, eine Objektgesellschaft der ABR German Real Estate, Hamburg, hat das Bürogebäude Eppendorfer Landstraße 59/Ecke Robert-Koch-Straße 32 an einen Hamburger Privatinvestor verkauft. Mieter der 3.200 qm Nutzfläche ist für die nächsten 11 Jahre die Stadt Hamburg. Das angrenzende Grundstück wurde an einen Projektentwickler aus der Region Hamburg verkauft. Hier ist bereits ein Antrag für den Bau von Etagenwohnungen samt Tiefgarage gestellt. Die Vermittlung erfolgte über Cushman & Wakefield und das Maklerhaus Bauwerk Hamburg.


 / Copyright 2014 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!